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Die meisten Fotos zeigen Beamten der bayerischen Spezialeinsatzkommandos. Dort sind zwei der derzeit 23 deutschen SEKs stationiert. Seit 1973 besteht die Aufteilung in das SEK Nordbayern, das in Nürnberg stationiert ist, und in das SEK Südbayern mit Sitz in München.

Bild 1 (links): Der abgebildete Beamte trägt eine taktische Weste, in der die persönliche Ausrüstung griffbereit untergebracht ist. Auf der linken Seite befindet sich das Funkgerät und darüber das Bedienelement für die Sprechgarnitur.

Darunter ist eine Schutzweste von Sitek zu erkennen. Sie besteht aus mehreren Lagen Kevlar-Gewebe und wird in die Schutzklasse 1 eingestuft. Damit widersteht sie dem Beschuss mit 9 mm Vollmantel-Munition. Durch Keramik-Einschubplatten für den Brust- und Unterleibsbereich kann kann die Schutzwirkung noch erhöht werden.

Der Helm aus Titan mit integrierter Sprechfunkgarnitur und aktivem Gehörschutz bietet ebenfalls Schutz gegen Beschuss. Auch das Visier entspricht der Schutzklasse 1 und besteht aus einer etwa 12 mm dicken Scheibe aus Polycarbonat.

Die Stiefel sind leichter als z. B. Kampfstiefel der Bundeswehr und besitzen eine besonders rutschfeste und leise Sohle. Sie wurden von Adidas in Zusammenarbeit mit der GSG 9 entwickelt.

Am rechten Oberschenkel ist der Holster befestigt, der die Dienstpistole und ein Ersatzmagazin aufnimmt.

März 1999: Spurensicherung in einer münchener Bank
Bayerischer SEK-Beamte mit Schutzweste der Klasse I
Ein Team aus Nordrhein-Westfalen bei einer Übung in Hemer

Bild 2 (rechts): Mitglieder eines nordrhein-westfälischen SEKs bei einer Übung. Im Vordergrund ist ein Helm älterer Bauart zu sehen, der zwar von dem neueren Modell mit aktivem Gehörschutz abgelöst wird, aber immer noch recht verbreitet ist.

Auf dem Foto ist außerdem ein anderes Modell einer Schutzweste der Klasse 1 zu erkennen.

Die ersten SEKs in Nordrhein-Westfalen wurden 1974 in Dortmund, Düsseldorf und Köln aufgestellt, vier Jahre später entstanden Einheiten in Bielefeld und Essen. 1992 schließlich wurde das SEK in Münster eingerichtet.
In diesen sechs Standorten versehen etwa 800 Männer und Frauen ihren Dienst.
Allein im Jahr 1998 kamen die Beamten in rund 1400 Fällen zum Einsatz.

Bayerischer SEK-Beamte mit Splitterschutzdecke

Bild 3 (links): Zu sehen ist hier wieder ein Mitglied eines bayerischen SEK.

Auf der taktischen Einsatzweste können Taschen in unterschiedlichen Größen mittels Klettgewebe befestigt werden. Dieses flexible System ermöglicht es, immer die für den aktuellen Einsatz benötigte Ausrüstung in kurzer Zeit verfügbar zu haben. Die Weste kann sehr schnell mit den schon gepackten Taschen ausgestattet werden.

Am rechten Bein trägt der Beamte einen Oberschenkelholster für die Dienstpistole, eine P7 von Heckler & Koch oder die österreichische Glock 17. Zusätzlich existiert noch eine Tasche für ein zweites Magazin.

Die schwarze Sturmhaube erfüllt mehrere Zwecke. Einleuchtend ist die Tatsache, dass auf diese Weise das Gesicht des Beamten nicht mehr zu erkennen und somit seine Identität besser geschützt ist.
Zweitens sind auch Sturmhauben erhältlich, die aus der Kunstfaser Nomex hergestellt sind. Dieses Gewebe ist flammhemmend und schützt vor Verbrennungen. Besonders bei Verwendung pyrotechnischer Einsatzmittel, wie zum Beispiel Blendgranaten, verwenden viele Spezialeinheiten Sturmhauben und Handschuhe aus Nomex.
Ein dritter Grund für die "Maskierung" ist die Tatsache, dass allein der martialische Anblick der schwer ausgerüsteten Beamten schon zahlreiche Straftäter zur Aufgabe bewogen hat.

Der Beamte trägt eine Splitterschutzdecke, die dann Verwendung findet, wenn die Gefahr besteht, dass der oder die Verdächtigen mit Handgranaten ausgerüstet sind. Hinter der Decke hat eine eventuelle Explosion kaum Auswirkungen.

November 2000: Absicherung des Tatortes
Polizeibeamter aus NRW in den 80er Jahren

Bild 4 (rechts): Das Foto zeigt einen Beamten aus Nordrhein-Westfalen in der Ausstattung, wie sie in den 80er Jahren getragen wurde.

Der Helm (siehe auch Bild 2) ist mit einer Sprechfunkanlage versehen und mit einer Geschosshemmendem Visier aus Polycarbonat versehen. Darunter trägt er eine brandhemmende Sturmmaske.

Die Schutzweste von Mehler besteht aus Kevlar ist mit einsetzbaren Keramikplatten verstärkt und wird damit in die Schutzklassen 3 oder 4 eingestuft. Sie bietet also Schutz gegen Projektile bis zum Kaliber .223 Remington oder .308 Winchester.

In dem in Ermangelung spezialisierter Ausrüstung etwas behelfsmäßig befestigten Standardholster steckt die Dienstpistole vom Modell SIG-Sauer P 226 und daneben Messer von Gerber.

Drei Bilder aus dem "Arbeitsalltag":

Bild 5 (links): Nach einem Einsatz in einer münchener Bank im März 1999 beginnen Beamten der Spurensicherung mit der Arbeit.
Man erkennt einen Großteil der Ausrüstung, die auf den Bildern 1 und 3 dargestellt ist.
Die Tatsache, dass die Beamten noch ihre zivile Kleidung tragen, deutet darauf hin, dass zwischen der Anforderung des SEK und dem Eintreffen am Tatort nur ein sehr kurzer Zeitraum vergangen ist. Bei unvorhersehbaren Einsätzen wie eben Banküberfällen oder Geiselnahmen - anders als z. B. bei lang geplanten Festnahmen - ist das relativ häufig zu beobachten, wie auch die Bilder 6 und 7 verdeutlichen.

Bild 6 (links unten) zeigt bayerische Beamten nach einem Einsatz. Am unteren Bildrand erkennt man die Dienstpistole von Glock, die am Griff mit einer Fangschnur gegen Herunterfallen gesichert ist.

Bild 7 (unten) wurde im November 2000 in Frankenthal in der Pfalz aufgenommen.

Bayerische SEK-Beamte nach einem Einsatz