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Konzepte für bebautes Gelände

 

Verdeckes Eindringen

Ziel dieser Taktik ist das unbemerkte Eindringen in Gebäude oder Areale. Am Erfolgreichsten ist diese Vorgehensweise unter folgenden Bedingungen:

Folgende Fähigkeiten sollten sicher beherrscht werden:

Wenn es die Personalstärke erlaubt, sollten einzelne Bereiche definiert werden, für dessen Sicherung dann jeweils ein Team zuständig ist. Bei Aktionen in mehrstöckigen Gebäuden sollte sich ein solcher Bereich nicht über mehr als eine Etage erstrecken. Eine Gruppe ist also immer nur für jeweils eine Etage (oder wiederum einen Teil davon) zuständig. Ein Ablenkungsmanöver an anderer Stelle kann sinnvoll sein und den Einstieg erleichtern. Allgemein gilt aber: Je komplizierter der Plan, desto mehr Punkte gibt es, an denen etwas falsch laufen kann. (Und das tut es dann meistens auch...) Das unbemerkte Vorgehen hat auf jeden Fall Vorrang vor der Geschwindigkeit des Zutritts. In der Planungsphase sind weiter folgende Punkte festzulegen:

 

 

Dynamisches Eindringen

Diese Taktik wird angewendet, wenn ein verdeckter Zutritt nicht möglich ist. Ziel ist es in diesem Fall, den Gegner kurzzeitig zu verwirren und die Situation möglichst schnell zu klären. Ein dynamischer Zutritt erfordert daher ein aggressiveres Vorgehen und sollte, wann immer es machbar ist, von mehreren Punkten aus stattfinden. Die gesamte Aktion sollte in einzelne Abschnitte unterteilt werden:

1: Planungsphase

Der erfolgreiche Verlauf einer solchen Aktion ist abgesehen von den Fähigkeiten des Teams wesentlich von exakten Informationen abhängig. Sowohl der genaue Grundriß des Gebäudes bzw. die Beschaffenheit des Areals als auch die Anzahl der Gegner und deren Standorte müssen bekannt sein. Das gleiche gilt auch für Geiseln und besonders für unbeteiligte Personen. Die eigentliche Planung ist ähnlich wie beim verdeckten Vorgehen. Auch hier bewähren sich meistens einfache, direkte Pläne und Unterteilung des gesamten Geländes in einzelne "Zuständigkeitsbereiche". Im Gegensatz zum verdeckten Eindringen ist allerdings in diesem Fall ein rasches, hindernisfreies Vorgehen notwendig. Besteht keine Funkverbindung, so ist für den eigentlichen Beginn der Aktion ein eindeutig definiertes (unüberhörbares) Signal oder ein genauer Zeitpunkt festzulegen (Uhrenvergleich!).

2: Bewegung zum Zutrittspunkt

Nach der Entscheidung zum Eindringen bewegen sich alle Team-Mitglieder so weit wie möglich zu ihrem Zutrittspunkt, auf keinen Fall jedoch so weit, daß sie vom Gegner entdeckt werden können (siehe Kapitel "Bewegung im Gelände"). Zwischen Ankunft an diesem Punkt und dem Startzeitpunkt sollte noch genug Zeit bleiben, um die Ausrüstung ein letztes Mal auf Funktion zu überprüfen.

3: Zutritt

Der reibungslose Ablauf des Zutritts entscheidet in der Regel über Gelingen oder Scheitern der Aktion. Die Kriterien sind koordiniertes Vorgehen, größtmogliche Überraschung und ein gewisser Schock-Effekt, der durch Ablenkungsmaßnahmen noch vergrößert werden kann.

4: Sicherung des Areals

Die Sicherung eines Bereiches ist nicht mit dem einmaligen Durchsuchen beendet. Solange nicht der Standort jedes einzelnen Gegners genau bekannt ist, sind auch bereits durchsuchte Areale, die nicht ohne Unterbrechung überwacht wurden, wieder als nicht gesichert zu betrachten. Auf diese Weise kann verhindert werden, dass man unachtsam einen schon durchsuchten Abschnitt betritt, der unbemerkt wieder von einem Gegner besetzt wurde. Erst wenn alle Gruppen / Teams den Abschluss ihrer Aufgabe melden, gilt die Aktion als beendet.

Taktische Bewegung in Gebäuden

 

Allgemeines

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Aufklärung von Räumen

Falls der Raum durch verschlossene Türen abgegrenzt wird, muss der Zutritt des Teams nach dem Öffnen der Tür schnell, reibungslos und im Fall der Benutzung mehrerer Zutrittspunkte simultan ablaufen. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, eine Tür oder einen ähnlich engen Durchgang schnell und sicher zu durchqueren. Version 1: Die Wege der Team-Mitglieder überkreuzen sich (Abbildung 2). Das ermöglicht es, sich sehr schnell vom Zutrittspunkt zu entfernen und die Formation des Teams "aufzufächern". Diese Vorgehensweise sollte gewählt werden, wenn der Zutrittspunkt besonders gefährdet ist oder der Raum schnell von verschiedenen Positionen aus gesichert werden muss.

Abb. 2

Die zweite Methode, die auch als "Buttonhook" bezeichnet wird, erlaubt es immer jeweils zwei Personen gleichzeitig, den Raum zu betreten (Abb. 3). In eher kleinen und übersichtlichen Räumen kann auf diese Weise der Überraschungseffekt besser genutzt werden.

Abb. 3

Die folgenden vergrößerbaren Fotos zeigen den noch einmal Ablauf. Zum Umrunden des rechten Türpfostens betritt man den Raum mit dem linken Fuß und dreht sich nach rechts in den Raum hinein. Die Bewegung sollte möglichst eng am Türrahmen ablaufen, ohne jedoch Gefahr zu laufen, an eventuell hervorstehenden Gegenständen hängen zu bleiben.

klick für großes Bild vergrößerte Version

Jedes Gruppen-Mitglied muss die Gefahren kennen, die das eigene Vorgehen und das der Gruppe beeinflussen können, und diese beim Betreten des Raum sofort überblicken:

Die Abbildungen 4 bis 6 stellen verschiedene Sicherungsvorgänge beispielhaft dar. (Alle drei Grafiken können durch anklicken vergrößert werden.) Ziel ist in jedem Fall, den Raum möglichst schnell komplett einzusehen und zu sichern. Während in den Abbildungen 4 und 5 das überkreuzte Durchschreiten der Tür eine schnelle Entfernung von der Zutrittsstelle ermöglicht, zeigt Abbildung 6 die so genannte "Buttonhook"-Technik.

Training 1: Beamter mit Schutzschild beim Öffnen der Tür
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Die Aufstellung in einer Reihe hintereinander wird als "train" bezeichnet und ist USA-typisch.
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Polnische Spezialeinheit bei der Festnahme eines flüchtenden Straftäters.
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Einsatz der "Special Enforcement Unit" des LA County Sheriff Departments.
"Technisches Öffnen" einer Tür
Training 2: Eine Türramme kommt zum Einsatz

klick für großes Bild Abb. 4

wmv (299 kb)


klick für großes BildAbb. 5

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(größere Version)

"Groupe d'Intervention de la Gendarmerie Nationale" (GIGN), Frankreich(größere Version unter BVD-Bilder, Videos, Downloads )
"Close Quarters Simulation"

Abb. 1

Übungen in wechselnden, meist leer stehenden "zivilen" Gebäuden erhöhen den Realitätsgrad, da sie dem Team weniger bekannt sind.
amerikanisches Emergency Response Team (ERT) während eines Einsatzes

klick für großes Bild Abb. 6

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